Fujifilm X20 und X30 im Vergleich – Eine erste Einschätzung

Die Fuji X20 als ideale Kompaktkamera zwischen Smartphone und Spiegelreflex

Schon seit einiger Zeit füllt meine Fujifilm X20 nahezu perfekt den Raum zwischen der Hosentaschenkamera meines Mobiltelefons und der großen Spiegelreflexkamera für die intensive Fotografie aus. Sie ermöglicht mir alle wünschenswerten manuellen und halbautomatischen Einstellungen, passt dabei noch gut in die Jackentasche oder ins kleine Reisegepäck, hinterlässt ihre ansehnlichen Bilder im RAW-Format auf der Speicherkarte und sieht dabei selbst noch verdammt gut aus!

Meine Fujifilm X20, man beachte den optischen Sucher, der an der X30 fehlt.

Meine Fujifilm X20, man beachte den optischen Sucher, der an der X30 fehlt.

 

Die Fujifilm X30 als direkter Nachfolger ab Oktober 2014

Im Vorfeld der Photokina wurde Ende August von Fujifilm mit der X30 nun der Nachfolger angekündigt: Ab Oktober 2014 ist die X30 erhältlich und hält neben einigen traditionellen Features auch ein paar Neuerungen bereit: Es gibt in der X30 u.a. einen elektronischen Echtzeitsucher, ein etwas größeres, jetzt klappbares Display, einen zusätzlichen Einstellring am Objektiv, einen schnelleren Autofokus und einen größeren Akku.

Die neue Fujifilm X30, ohne optischen Sucher (Bildquelle: Fujifilm)

Die neue Fujifilm X30, ohne optischen Sucher (Bildquelle: Fujifilm)

 

Mein subjektiver erster Eindruck zur Ankündigung der X30 im Vergleich zum Vorgängermodell

Mit dem optischen Sucher der X20 und dem Liveview war ich bisher sehr zufrieden und auch ein klappbares Display habe ich bei einer Kamera dieser Größe noch nicht vermisst. Interessanter ist bei der X30 allerdings, dass dem Akku deutlich später die Puste ausgehen dürfte (bis zu 470 Aufnahmen laut Ankündigung), denn das ist das einzig wirkliche Manko am Vorgängermodell: Ohne einen zweiten (oder gar dritten Akku) durfte man sich mit der X20 auf keine längere Fototour wagen!
Eine seltener auftretende Auffälligkeit der X20 ist ein unsicherer Autofokus in ungünstigen Lichtsituationen. Ob sich dieses Verhalten mit der X30 verbessert, lässt sich nur an den technischen Spezifikationen allein nicht ablesen. Diesbezüglich dürften die ersten Erfahrungsberichte recht aufschlussreich sein, denn was nützt mir ein schneller Autofokus-Theoriewert, wenn er in der Praxis sein Ziel nicht immer findet.

Ein erstes Fazit

Die neuen Features der X30 sind für mich kein Grund, meine X20 einzumotten! Ich bin mit dieser Kamera nach wie vor sehr zufrieden. Es macht Spaß mit ihr zu fotografieren und die Ergebnisse sind durchaus vorzeigbar. Das Argument des größeren Akkus ist für mich das einzig wirklich stichhaltige, das ich an der X20 leider mit Zusatzakkus lösen musste. Alle anderen Neuerungen sind für mich allerdings eher Feintuning als technische Revolution. Wer mit dem Einsatz eines Zweitakkus leben kann, wird bestimmt bald günstige Angebote für die Fujifilm X20 finden, wenn das Nachfolgemodell X30 im Oktober auf den Markt kommt.
Und ganz ehrlich? Ich finde, mit dem fehlenden optischen Sucherglas auf der Frontseite sieht die X30 irgendwie blind aus. Na klar, das ist nur ein Detail des Designs, aber das Auge fotografiert ja schließlich mit! Oder?

Was haltet Ihr von der neuen Fujifilm X30? Spannende neue Features oder Detailtuning?
Reizen Euch die jeweiligen Nachfolgemodelle Eurer Kameras oder seid Ihr eher treu?

Das bin ich:
In Flensburg direkt an der Ostsee geboren, lebe ich inzwischen als Fotograf in Münster (NRW). Neben starken Bildern liebe ich rockbare Musik mit rauen Stimmen, nussiges Pistazieneis und Krimis mit guten Hintergrundstories.